Kambodscha bekräftigt Engagement im globalen Kampf gegen Menschenhandel

Kambodscha bekräftigt Engagement im globalen Kampf gegen Menschenhandel

Kambodscha hat diese Woche auf einer hochrangigen Sitzung der Vereinten Nationen in New York seine fortgesetzte Entschlossenheit im globalen Kampf gegen Menschenhandel bekräftigt. Botschafter Keo Chhea, Ständiger Vertreter Kambodschas bei den Vereinten Nationen, erklärte vor internationalen Staats- und Regierungschefs, dass die Bekämpfung von Menschenhandel, Zwangsarbeit und sexueller Ausbeutung oberste Priorität auf der nationalen Agenda des Königreichs habe.

Die Sitzung, die vom 24. bis 25. November im UN-Hauptquartier stattfand, befasste sich mit der Bewertung des Globalen UN-Aktionsplans zur Bekämpfung des Menschenhandels, der in diesem Jahr sein 15-jähriges Bestehen feiert. Botschafter Chhea versicherte, dass Kambodscha weiterhin vollständig mit diesem Aktionsplan sowie mit seiner eigenen nationalen Strategie übereinstimme. Er hob die Fortschritte hervor, wies aber auch auf die ernsthaften und sich ständig weiterentwickelnden Herausforderungen hin, denen sich die Welt gegenübersieht.

Ein zentrales Element von Kambodschas Bemühungen ist der Nationale Strategieplan zur Bekämpfung des Menschenhandels 2024–2028, der im August 2024 eingeführt wurde. Dieser Plan basiert auf vier Säulen, die darauf abzielen, die Strafverfolgung zu stärken, den Opferschutz zu verbessern, die sektorübergreifende Koordination zu fördern und langfristige, nachhaltige Lösungen zu entwickeln. Der Botschafter betonte, dass dieser Plan ein entscheidendes Instrument sei, das Kambodschas Anstrengungen sowohl national als auch durch internationale Partnerschaften leite.

Kambodscha unterstrich auch die Notwendigkeit, die sozioökonomischen Faktoren anzugehen, die Menschen anfällig für Menschenhandel machen. Dazu gehören langfristige Strategien zur Verringerung sozialer und wirtschaftlicher Ungleichheiten, die Ausweitung des öffentlichen Bewusstseins und die Förderung sicherer Migrationswege. Diese strukturellen Maßnahmen seien unerlässlich, um die Anfälligkeit zu verringern und die Gemeinschaft zu schützen.

Besondere Besorgnis äußerte Kambodscha über den zunehmenden Missbrauch von künstlicher Intelligenz und sozialen Medien durch kriminelle Netzwerke für den Menschenhandel. Das Land forderte dringende globale Maßnahmen, um diesen digitalisierten kriminellen Operationen entgegenzuwirken. Dazu gehören die Stärkung regulatorischer Rahmenbedingungen, die Verbesserung der Kapazitäten der Strafverfolgungsbehörden und eine erweiterte Zusammenarbeit mit Technologieunternehmen. Kambodscha rief die internationale Gemeinschaft auch dazu auf, die Unterstützung durch Informationsaustausch, koordinierte Opferschutzmechanismen und eine stärkere justizielle Zusammenarbeit zu intensivieren, um kriminelle Syndikate zu zerschlagen.

Quelle: Men Kiri / Khmer Times, Cambodia committed to global fight against human trafficking, UN told, Khmer Times, 28. November 2025.
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