Vertreter der wichtigsten Religionen Kambodschas versammelten sich kürzlich in der Königlichen Akademie von Kambodscha, um dringende Maßnahmen gegen die Plastikverschmutzung zu fordern. Sie betonten, dass der Umweltschutz eine gemeinsame moralische Verantwortung aller Glaubensrichtungen sei. Das spezielle Forum mit dem Titel „Interreligiöse Stimmen für eine saubere Umwelt: Sagt ‚Nein‘ zu Plastik“ wurde von der Buddhistischen Vereinigung Kambodschas (BAC) organisiert. Es brachte Mönche, Religionsführer, Regierungsvertreter und Jugenddelegierte zusammen, um das Bewusstsein für die wachsende Umweltkrise, die durch Plastikabfälle verursacht wird, zu schärfen.
Der Koordinator Keo Piseth hob hervor, dass das interreligiöse Thema die gemeinsame Stimme und Verantwortung aller Religionen im Umweltschutz demonstriere, den er als gemeinsames Erbe der Menschheit bezeichnete. Er bemerkte: „Unabhängig vom Glauben ist der Schutz der Natur eine gemeinsame Pflicht.“
Während des Forums warnte Ehrwürden Siri Kosal Som Sokha, oberster Berater des Sangha-Rates des Königreichs Kambodscha und Präsident der BAC, dass Plastikmüll zu einer der größten Umweltbedrohungen der Welt geworden sei. Er erklärte, dass Plastikverschmutzung Böden, Wasser und Luft verunreinige, Meeresökosysteme und Wildtiere zerstöre und letztendlich die menschliche Gesundheit beeinträchtige.
Unter Berufung auf internationale Berichte stellte Ehrwürden Som Sokha fest, dass zehn Länder – darunter die Philippinen, Indien, Malaysia, China, Indonesien, Myanmar, Vietnam, Bangladesch und Thailand – zu den größten Verursachern von Plastikmüll in den Ozeanen gehören und jährlich Zehntausende bis Hunderttausende Tonnen Müll freisetzen. Ohne wirksame Maßnahmen könnte sich die Menge an Plastikmüll in den Ozeanen in den kommenden Jahrzehnten verdreifachen, was erhebliche Risiken für zukünftige Generationen birgt.
Er fügte hinzu, dass Kambodscha von diesem Problem nicht ausgenommen sei, und wies darauf hin, dass allein Phnom Penh täglich über 10 Millionen Plastiktüten verbraucht. Seine Warnung war klar: „Wenn wir unser Verhalten von heute an nicht ändern, wird sich das Problem nur noch verschlimmern.“
Ehrwürden Som Sokha betonte, dass im Buddhismus der Umweltschutz eine wichtige moralische Praxis darstelle, während auch andere Religionen Ethik, Verantwortung und nachhaltiges Leben fördern. It Prang, Staatssekretär des Ministeriums für Bergbau und Energie sowie Generalsekretär der BAC, bekräftigte, dass Plastikverschmutzung nicht nur ein technisches, sondern auch ein moralisches und kulturelles Problem sei.
Er äußerte die Hoffnung, dass die Botschaft des Forums über die Konferenzsäle hinaus in Pagoden, Gemeinden, Schulen und an die Jugend im ganzen Land verbreitet werde, um zu praktischen Veränderungen bei der Reduzierung des Plastikverbrauchs und dem Schutz der Umwelt anzuregen.
Quelle: Khmer Times, Interreligiöse Führer vereint gegen Plastikmüll, Khmer Times, 11. Januar 2026.
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