Der Präsident der regierenden Kambodschanischen Volkspartei, Hun Sen, hat anlässlich des 47. Jahrestags des Siegestages am 7. Januar über das Völkermordregime der Roten Khmer Kambodschas klare und prinzipientreue Haltung in den Grenzfragen mit Thailand bekräftigt. Im Gegensatz zu früheren Jahren gab es keine Massenveranstaltung zur Würdigung dieses historischen Anlasses.
In seiner Botschaft sprach Hun Sen von Kriegen brutaler Aggression, die von Thailand unter dem Vorwand des Schutzes der thailändischen Sicherheit und Souveränität gegen Kambodschas territoriale Integrität an der Grenze eingeleitet wurden. Er berichtete von unerbittlichen Angriffen des thailändischen Militärs auf kambodschanische Truppen und zivile Ziele innerhalb des kambodschanischen Hoheitsgebiets, die schwere Katastrophen für die Zivilbevölkerung verursachten.
Diese Handlungen, so betonte er, stellen schwerwiegende Verletzungen der Souveränität und territorialen Integrität Kambodschas sowie der Charta der Vereinten Nationen und der ASEAN-Charta dar. Sie verletzen zudem internationales humanitäres Recht und internationale Verpflichtungen zum Schutz von Zivilisten, nationalem Kulturgut und Weltkulturerbestätten. Die kambodschanischen Streitkräfte hätten ihr Recht auf Selbstverteidigung ausgeübt, während die Regierung Zurückhaltung übte und eine friedliche Lösung gemäß internationalem Recht anstrebte, unter anderem durch die Einhaltung eines Waffenstillstands und der Gemeinsamen Erklärung von Kuala Lumpur.
Trotz dieser Bemühungen habe die thailändische Seite die Angriffe ausgeweitet und Vereinbarungen nicht umgesetzt, was die Situation verschärfte. Die internationale Gemeinschaft habe aktiv zur friedlichen Beilegung des Konflikts und der Grenzziehung zwischen den beiden Ländern ermutigt, basierend auf internationalem Recht und bestehenden Verträgen. Nach geduldigen Verhandlungen einigten sich beide Länder auf einen sofortigen Waffenstillstand vor Ort ab dem 27. Dezember und die Rückkehr zum Dialog, um Feindseligkeiten zu beenden und dauerhaften Frieden zu etablieren.
Hun Sen bekräftigte Kambodschas Engagement für die Beendigung des Leidens der Menschen und eine gerechte, nachhaltige friedliche Lösung, ohne Kompromisse bei der Souveränität oder Würde einzugehen. Er dankte freundlichen Ländern und der internationalen Gemeinschaft, insbesondere den Vereinigten Staaten, der Volksrepublik China und den ASEAN-Mitgliedstaaten unter der Koordination Malaysias, für ihre Unterstützung bei der Suche nach dieser friedlichen Lösung. Er rief alle Landsleute auf, den Geist des Patriotismus, der Eigenständigkeit und der Einheit zu fördern, um die nationale Souveränität und den Frieden zu verteidigen.
Quelle: Khmer Times, Ruling Party President emphasises clear stand on border issues with Thailand, Khmer Times, January 7, 2026.
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