Der kambodschanische Senatspräsident Hun Sen hat sein tiefes Bedauern über die Entscheidung des thailändischen Premierministers Anutin Charnvirakul geäußert, die bewaffneten Angriffe thailändischer Streitkräfte gegen Kambodscha zu erneuern. Hun Sen zeigte sich überrascht über Anutins Entschluss und schrieb auf seinen offiziellen Social-Media-Plattformen: „Ich hätte nie gedacht, dass der thailändische Premierminister Anutin eine solche Entscheidung treffen würde. Lediglich für zukünftige Wahlen würde er es wagen, das Leben von Soldaten und Zivilisten zu gefährden, indem er Kambodscha den Krieg erklärt, obwohl die kambodschanischen Streitkräfte nicht zurückschlugen.“
Er fügte hinzu, dass Anutin vor seinem Amtsantritt ein Freund gewesen sei, „aber als er Premierminister wurde, vergaß er seine Freundschaft.“ Hun Sen betonte weiter: „Wir verstehen Patriotismus, aber man sollte niemandem den Krieg erklären, der nicht zurückschlägt.“
Gleichzeitig teilte der Senatspräsident ein 16-sekündiges Video, das den thailändischen Premierminister in engem Kontakt mit Ban Srey Mom, dem Gouverneur der kambodschanischen Provinz Pailin, zeigt. Dieser Vorfall unterstreicht die wachsende Spannung zwischen den beiden Nationen und die Enttäuschung auf kambodschanischer Seite über das Vorgehen Thailands.
Die Aussage von Hun Sen hebt die Komplexität der Beziehungen zwischen Kambodscha und Thailand hervor, die immer wieder von Grenzkonflikten geprägt sind. Die aggressive Haltung des thailändischen Premierministers, die laut Hun Sen lediglich wahltaktische Gründe haben könnte, gefährdet nicht nur die regionale Stabilität, sondern auch die menschlichen Beziehungen und das Leben unschuldiger Menschen.
Die Verurteilung der erneuten Angriffe durch Kambodschas Senatspräsident unterstreicht die Notwendigkeit einer friedlichen Lösung des Konflikts und die Einhaltung internationaler Abkommen, um die Souveränität und Sicherheit beider Länder zu gewährleisten.
Quelle: Senate President expresses regret over Thai PM’s decision to renew hostilities, Khmer Times, 8. Dezember 2025.
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