Das Center for Alliance of Labor and Human Rights (CENTRAL) hat kürzlich den 26. Internationalen Tag der Migranten mit gemeindebasierten Veranstaltungen in mehreren Provinzen begangen. Ziel dieser Feierlichkeiten, die von dem ILO Ship to Shore Rights Southeast Asia Programm und der International Organization for Migration (IOM) Kambodscha unterstützt wurden, war es, die Sicherheit, menschenwürdige Arbeit und soziale Unterstützung für Wanderarbeiter angesichts steigenden wirtschaftlichen Drucks und regionaler Instabilität zu fördern. Freiwillige "Safe Migration Ambassadors" von CENTRAL organisierten zusammen mit lokalen Behörden Veranstaltungen, um das Bewusstsein für Migrationsrisiken, Sicherheitsmaßnahmen und den Schutz vor unsicherer Migration zu schärfen.
Im Rahmen des Internationalen Tags der Migranten veröffentlichte CENTRAL vorläufige Ergebnisse einer Umfrage, die zwischen August und Oktober durchgeführt wurde und die Situation kambodschanischer Wanderarbeiter untersuchte, die aus Thailand zurückgekehrt waren. Die Ergebnisse zeigten erhebliche finanzielle Schwierigkeiten und einen begrenzten Zugang zu Hilfe nach ihrer Rückkehr. Laut der Umfrage gaben nur 31 % der Rückkehrer an, irgendeine Form von Unterstützung erhalten zu haben, von der der Großteil von der kambodschanischen Regierung stammte. Viele Arbeiter kehrten auf eigene Kosten zurück und zahlten durchschnittlich 74 US-Dollar für Transport, 145 US-Dollar für Lebensmittel und 56 US-Dollar für inoffizielle Zahlungen.
Schulden bleiben ein großes Problem für die zurückkehrenden Wanderarbeiter. Die Umfrage ergab, dass 71 % der zurückgekehrten Wanderarbeiter verschuldet sind und 85 % von ihnen nicht in der Lage sind, ihre Rückzahlungen zu leisten. Die Schuldenhöhe reicht von 30,80 US-Dollar bis zu 35.000 US-Dollar, mit einem Durchschnitt von 5.500 US-Dollar, während die durchschnittliche monatliche Rückzahlung bei 220 US-Dollar liegt. Trotz dieser enormen Herausforderungen gaben 53 % der Befragten an, erneut migrieren zu wollen, wobei 78 % beabsichtigen, wieder nach Thailand zurückzukehren. Als Hauptgrund nannten sie den Mangel an tragfähigen Beschäftigungsmöglichkeiten in ihrer Heimat. Moeun Tola, Exekutivdirektor von CENTRAL, kommentierte die Situation, indem er betonte, dass viele Arbeiter auf eigene Kosten zurückkehrten und wenig Hilfe erhielten, während Schulden weiterhin ihre Entscheidungen zur erneuten Migration prägen. Diese alarmierenden Zahlen unterstreichen die dringende Notwendigkeit umfassenderer Unterstützungsmaßnahmen und besserer Arbeitsmarktchancen in Kambodscha, um die prekäre Lage dieser Arbeitskräfte zu verbessern und gefährliche Wiederholungsmigration zu verhindern.
Quelle: Sen David, Call to help returnee Cambodian migrant workers, Khmer Times, December 22, 2025.
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