Der Artikel "In 2026, the signs of a deeply divided world" beleuchtet die zunehmende globale Instabilität und Eskalation von Konflikten im Jahr 2026. Der Autor Shashi Shekhar beginnt mit der fiktiven Verhaftung des venezolanischen Präsidenten Nicholas Maduro durch amerikanische Streitkräfte, zieht Parallelen zur Gefangennahme Saddam Husseins und hinterfragt die Legitimität solcher Aktionen unter internationalem Recht. Er kritisiert die scheinheiligen Begründungen der USA für das Vorgehen gegen Venezuela, während gleichzeitig Alliierte wie Pakistan Terroristen Unterschlupf gewähren.
Ähnlich wird die russische Invasion der Ukraine und der Wunsch von Präsident Putin, Wolodymyr Selenskyj zu verhaften, thematisiert, wobei Russland bereits große Teile der Ukraine annektiert hat und die Situation in Kiew prekär ist. Die Behauptungen über ukrainische Drohnenangriffe auf Putins Residenz verdeutlichen die anhaltenden Spannungen. Der Autor argumentiert, dass solche "absurden Rechtfertigungen" globalen Ereignissen vorausgehen und die derzeitige Instabilität das Resultat dieser Lügen ist.
Ein Bericht des Global Peace Index (GPI) untermauert diese Besorgnis: 78 von 193 Nationen sind in Konflikte verwickelt – die höchste Zahl seit dem Zweiten Weltkrieg. Im Jahr 2025 verloren 17 Nationen über 1.000 Bürger durch Konflikte, und 40 Nationen verzeichneten über 100 Todesfälle. Auch vermeintlich friedliche Nationen wie Kambodscha und Thailand sind in Auseinandersetzungen verstrickt, wobei Thailand im Dezember 2025 Kambodscha mit F-16-Jets bombardierte und 11 Menschen tötete.
Der GPI-Bericht zeigt ferner, dass 84 Nationen in den letzten sechs Jahren ihre Verteidigungsbudgets erhöht haben, darunter auch Atommächte, deren Verteidigungsausgaben 2023 11,6 % ihres BIP erreichten. Infolgedessen ist die globale Erwartung an den Frieden um 0,3 % gesunken. Der Russland-Ukraine-Krieg geht ins vierte Jahr und beunruhigt ganz Europa, das seine Verteidigungsausgaben erhöht und alte Luftschutzbunker repariert. Die globale Wirtschaft leidet ebenfalls, mit einem Wachstum von 2,3 % im Jahr 2025, dem niedrigsten Wert seit 2008.
Asien ist ebenfalls von Spannungen betroffen: Pakistan wird als "Schurkenstaat" bezeichnet, was Indien zur Kriegsvorbereitung zwingt, das auch eine Bedrohung durch China wahrnimmt. Vorfälle in Bangladesch und die Unterstützung durch Islamabad und Peking erhöhen die Volatilität in der Region. Der Artikel schließt mit der Feststellung, dass sich die Welt von friedlichen Vereinbarungen wegbewegt und vor den Herausforderungen des Krieges im Jahr 2026 steht, wobei die Entscheidung über Lösungen oder Eskalationen das Schicksal der Welt bestimmen wird.
Quelle: Shashi Shekhar, In 2026, the signs of a deeply divided world, Khmer Times, January 8, 2026.
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