In Kambodscha, genauer gesagt in der Provinz Siem Reap, stehen Gemüsefarmen, die zur Unterstützung vertriebener Familien errichtet wurden, kurz vor ihrer ersten Ernte, die für die zweite Januarwoche 2026 erwartet wird. Dies gab Khim Finan, Sprecher des Ministeriums für Landwirtschaft, Forsten und Fischerei (MAFF), bekannt. Die Initiative ist Teil einer umfassenderen landesweiten Kampagne, die von First Lady Pich Chanmony, der Ehefrau von Premierminister Hun Manet und Generalsekretärin des kambodschanischen Pfadfinderinnenverbands, ins Leben gerufen wurde. Ziel ist es, Gemüse an Schulen oder auf kommunalem Land anzubauen, um Lebensmittel bereitzustellen und von der aktuellen Krise betroffene, vertriebene Familien zu unterstützen.
Die zwei Hektar große Gemüsefarm in Siem Reap wurde unter technischer Unterstützung und Koordination des Landwirtschaftsministeriums sowie unter Beteiligung der Verwaltungen der Distrikte Siem Reap und Bakong eingerichtet. Finan berichtete, dass das Projekt drei Monate dauern wird und sich auf den Anbau von schnellwachsenden Gemüsesorten konzentriert, wobei alle drei Tage gepflanzt und geerntet werden soll. Die geschätzte Gesamtproduktion beläuft sich auf 30 bis 40 Tonnen Mischgemüse pro Monat.
Das Landwirtschaftsministerium hat das Projekt durch die Bereitstellung von Land, die Installation eines automatischen Bewässerungssystems mit Solarmotoren, die Lieferung von Gemüsesamen und Düngemitteln sowie regelmäßige technische Unterstützung durch landwirtschaftliche Beamte und Experten unterstützt. Freiwillige, darunter auch vertriebene Personen und Mitglieder der Pfadfinderinnen, leisten ebenfalls Arbeitskraft für das Projekt.
Ähnliche Initiativen gibt es auch in der Provinz Banteay Meanchey, wo laut Pang Sovannaseth, Direktor des dortigen Landwirtschaftsministeriums, Gemüsefarmen auf einer Gesamtfläche von sechs Hektar zur Versorgung vertriebener Familien eingerichtet wurden. Diese Maßnahmen wurden als Reaktion auf einen Grenzkonflikt zwischen Kambodscha und Thailand eingeleitet, der viele Menschen zur Flucht zwang. Minister Dith Tina verfolgt die Politik, den Gemüseanbau vorzubereiten, um vertriebene Familien mit Nahrungsmitteln zu versorgen und ihre Not zu lindern, da die Dauer der Krise ungewiss ist. Angebaut werden kurzzyklische Kulturen wie Wasserspinat, Tomaten und Spinat. Die Gemüsefarmen sollen nicht nur Flüchtlinge unterstützen, sondern auch die Armee mit Nahrungsmitteln versorgen, falls sich die Situation verlängert.
Quelle: Mom Kunthea, Veggie farms to support displaced families set to harvest, Khmer Times, January 6, 2026.
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