Deutschland hat eine Investition von 47,5 Millionen Euro (54,7 Millionen US-Dollar) zugesagt, um die Energieinfrastruktur Kambodschas zu modernisieren. Diese Vereinbarung, die mit dem Ministerium für Wirtschaft und Finanzen getroffen wurde, zielt darauf ab, die Übertragungsleitungen zu verbessern und die Effizienz sowie Stabilität des nationalen Stromnetzes zu steigern. Kambodscha benötigt Studien zufolge insgesamt rund 9 Milliarden US-Dollar, um den Energiebedarf durch den Ausbau von Kraftwerken und des Netzes zu decken. Das Land strebt eine Transition zu sauberer Energie an und plant, bis 2030 einen Anteil von 70 Prozent erneuerbarer Energien zu erreichen.
Stefan Messerer, der deutsche Botschafter in Kambodscha, hob die Bedeutung dieser Investition hervor und betonte, dass sie einen wichtigen Meilenstein für die Energieversorgung des Königreichs darstelle. Christina Laun vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sprach von einem starken Signal der Partnerschaft und kündigte die Einführung innovativer Batteriespeicherlösungen an, die das Energiesystem für Haushalte und Unternehmen widerstandsfähiger machen sollen. Dies sei ein gemeinsames Bekenntnis zu einer modernen, nachhaltigen und zuverlässigen Energiezukunft für Kambodscha.
Zuvor hatte Keo Rottanak, Minister für Bergbau und Energie, ein deutsches Delegationstreffen geleitet, bei dem die Ausweitung der Zusammenarbeit in den Bereichen erneuerbare Energien und Infrastruktur erörtert wurde. Vertreter von vier deutschen Unternehmen präsentierten dabei Ideen für potenzielle Investitionen und gemeinsame Projekte, insbesondere in der Solarenergie und zugehörigen Infrastruktur. Botschafter Messerer bekräftigte die deutsche Unterstützung für Kambodschas Energiewende, die auch mit der deutsch-französischen Solarenergieinitiative im Einklang stehe.
Deutschland wird global als führend im Bereich nachhaltiger Energie- und Umwelttechnologien anerkannt, was durch die „Energiewende“-Initiative untermauert wird. Diese Initiative zielt darauf ab, fossile Brennstoffe und Kernenergie zugunsten erneuerbarer Quellen wie Wind-, Solar- und Biomasse auslaufen zu lassen. Minister Rottanak äußerte auf dem „World Green and Sustainability Summit“ in Phnom Penh die Ambition der kambodschanischen Regierung, die Produktion und Übertragung von sauberer Energie zu maximieren, um neue Investitionen anzuziehen, da grüne Energie für Industrie, Touristen und die Bevölkerung zunehmend attraktiv sei und neue Arbeitsplätze schaffe. Kambodscha liegt mit bereits 62 Prozent erneuerbarer Energien gut im Rennen, übertrifft das kollektive regionale Ziel der ASEAN deutlich und rangiert in der ASEAN an zweiter Stelle hinter Laos bei der Durchdringung mit sauberer Energie.
Quelle: Sreekanth Ravindran, Germany to invest $54.7M to boost Kingdom’s energy infra, Khmer Times, November 21, 2025.
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