Bun Rany Hun Sen, die Präsidentin des Kambodschanischen Roten Kreuzes (CRC), hat eine hochrangige Delegation entsandt, um einer jungen Wanderarbeiterin, die auf ihrem Heimweg nach Kambodscha Opfer einer sexuellen Nötigung wurde, umfassende Hilfe und moralische Unterstützung zukommen zu lassen. Der schockierende Vorfall ereignete sich in der Nähe eines Grenzübergangs im Bezirk Kamrieng in der Provinz Battambang, während die Frau die Rückreise in ihre Heimat antrat. Glücklicherweise konnte sie gerettet werden und befindet sich nun im Calmette Hospital, wo sie dringend benötigte medizinische Notfallbehandlungen erhält.
Als unmittelbare Reaktion auf diese traumatische Begebenheit führte Pum Chantinie, die Generalsekretärin des CRC, am 20. November die Delegation an. Im Namen der CRC-Präsidentin besuchte das Team das Opfer, um nicht nur materielle Unterstützung zu leisten, sondern auch tiefes Mitgefühl und Ermutigung zu übermitteln. Die Hilfsgüter umfassten einen Korb mit Früchten, wichtige Gebrauchsgüter für den Alltag und finanzielle Unterstützung, die der Frau und ihrer Familie in dieser schwierigen Phase eine Erleichterung bieten sollen. Frau Chantinie überbrachte dabei Bun Rany Hun Sens aufrichtiges Beileid und ihre eindringliche Botschaft, dass die junge Frau ihre Stärke bewahren und ihre vollständige Genesung an erste Stelle setzen möge.
Die Familie des Opfers drückte ihrerseits ihre tiefe Dankbarkeit gegenüber dem Kambodschanischen Roten Kreuz und insbesondere gegenüber Bun Rany Hun Sen aus. Sie hoben die mitfühlende Aufmerksamkeit, die schnelle und wirksame Unterstützung sowie die aufmunternden Worte hervor, die während dieser extrem traumatischen Periode eine immense Bedeutung für sie hatten.
Dieser Vorfall ist leider kein Einzelfall. Der Artikel kontextualisiert das Ereignis durch Hinweise auf weitere gemeldete Fälle, die die prekäre Lage kambodschanischer Wanderarbeiter verdeutlichen. So wurden in jüngster Vergangenheit mehrere Berichte über körperliche Misshandlungen und sexuelle Übergriffe bekannt, oft durch thailändische Grenzsoldaten. Dazu gehören beispielsweise der Besuch von Vizepremierminister Sar Sokha bei einem von thailändischen Soldaten misshandelten Arbeiter oder der Appell von Arbeitsminister Heng Sour zur Achtung der Rechte von Wanderarbeitern. Besonders hervorzuheben sind Berichte über eine weitere weibliche Wanderarbeiterin in Banteay Meanchey, die ebenfalls von thailändischen Soldaten sexuell missbraucht wurde, sowie der Fall einer 18-jährigen kambodschanischen Arbeiterin, die angeblich von sieben thailändischen „schwarzuniformierten“ Soldaten vergewaltigt wurde, was zu Forderungen nach einer internationalen Untersuchung führte. Diese wiederkehrenden Vorkommnisse unterstreichen die dringende Notwendigkeit eines verstärkten Schutzes und effektiver Hilfsmechanismen für Wanderarbeiter, die oft an den Grenzen der Gesellschaft leben und arbeiten und dadurch besonders anfällig für Ausbeutung und Gewalt sind. Die schnelle Reaktion des Kambodschanischen Roten Kreuzes ist somit ein wichtiges Zeichen der Solidarität und Unterstützung in einem Kontext, der von wiederholten Verletzungen der Menschenrechte geprägt ist.
Quelle: Khmer Times, CRC president dispatches a delegation to support a severely assaulted migrant worker, Khmer Times, 21. November 2025.
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