Im Jahr 2025 entwickelte sich China zum führenden ausländischen Investor in Kambodscha und trug über die Hälfte der gesamten genehmigten Investitionen bei. Einem aktuellen Bericht des kambodschanischen Investitionsausschusses zufolge belief sich das Gesamtvolumen der genehmigten Investitionen auf beeindruckende 10 Milliarden US-Dollar, wovon chinesische Investoren 5,42 Milliarden US-Dollar oder 54,25 Prozent ausmachten. Dies unterstreicht Chinas anhaltende Rolle als wichtigster Investitionspartner des Landes.
Die heimischen kambodschanischen Investoren folgten mit 3,12 Milliarden US-Dollar (31,27 Prozent), während Singapur mit 599 Millionen US-Dollar (5,99 Prozent) den dritten Platz belegte. Die verbleibenden Investitionen stammten aus einer Vielzahl anderer Länder. Insgesamt wurden 2025 in Kambodscha 630 Investitionsprojekte registriert, die voraussichtlich etwa 438.000 Arbeitsplätze schaffen werden. Dies festigt die Position des Investitionssektors als entscheidenden Motor für Beschäftigung und Wirtschaftstätigkeit.
Im Vergleich zum Jahr 2024 zeigten diese Zahlen ein deutliches Wachstum: Die Anzahl der registrierten Projekte stieg um 216 (etwa 52 Prozent) und das Gesamtinvestitionsvolumen wuchs um rund 3 Milliarden US-Dollar (45 Prozent). Offizielle Stellen führen diesen Anstieg auf das gestärkte Investorenvertrauen und die erfolgreichen Bemühungen der Regierung zur Verbesserung des Geschäftsklimas zurück.
Die Industrie zog mit 5,6 Milliarden US-Dollar das größte Investitionsvolumen an, gefolgt von Infrastruktur und anderen Sektoren mit 3,8 Milliarden US-Dollar. Der Agrarindustriesektor erhielt 436 Millionen US-Dollar, während der Tourismussektor mit 175 Millionen US-Dollar eine allmähliche Erholung zeigte. Die geografische Verteilung der Projekte hob ein Investitionswachstum außerhalb der Hauptstadt hervor, insbesondere in Provinzen mit etablierten Industrieparks und guter Infrastruktur wie Kampong Speu (142 Projekte) und Svay Rieng (139 Projekte).
Lim Heng, Vizepräsident der kambodschanischen Handelskammer, betonte die Effektivität der kambodschanischen Investitionsgesetze, die alle Investoren ungeachtet ihrer Nationalität gleich behandeln. Er hob die „diamantähnlich feste Freundschaft“ zwischen Kambodscha und China hervor, die durch das Freihandelsabkommen zwischen beiden Ländern sowie das ASEAN-China-Freihandelsabkommen gestützt wird. Diese Abkommen machen Kambodscha zu einem attraktiven Standort für chinesische Investoren, da sie einen effizienten Export in die ASEAN- und RCEP-Märkte ermöglichen. Heng fügte hinzu, dass Kambodschas Investitionslandschaft über China hinaus diversifiziert ist und weitere Freihandelsabkommen mit Südkorea und den VAE sowie präferenzielle Zugangsrechte zu Märkten wie der EU (Everything But Arms), Kanada und Großbritannien umfasst. Kambodscha verfolge eine nicht-diskriminierende Investitionsförderungspolitik, die alle Investoren gleichermaßen willkommen heiße.
Lor Vichet, Vizepräsident der chinesischen Handelskammer in Kambodscha, bestätigte, dass Kambodschas offene Handels- und Investitionspolitik sowie die starken staatlichen Anreize das Vertrauen der Investoren stärken und chinesische Unternehmen anziehen. Er hob die Vorteile des erweiterten Netzes an Freihandelsabkommen hervor, die Kambodscha zu einem strategischen regionalen und internationalen Handelszentrum machen.
Die neuesten Daten der kambodschanischen Zollbehörde zeigen, dass der bilaterale Handel zwischen Kambodscha und China in den ersten elf Monaten des Jahres 2025 über 17,6 Milliarden US-Dollar erreichte, ein robustes Wachstum von 28 Prozent im Jahresvergleich. Allerdings zeigte sich eine Ungleichheit: Kambodschas Exporte nach China sanken um 6,4 Prozent auf 1,5 Milliarden US-Dollar, während die Importe aus China um 33,3 Prozent auf 16,19 Milliarden US-Dollar anstiegen, was zu einem wachsenden Handelsdefizit für Kambodscha führte.
Quelle: Khmer Times, 2025年柬埔寨获批外资总额逾半来自中国, Khmer Times, January 14, 2026.
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