Der Artikel beschreibt Kambodschas entschlossene Haltung zur nationalen Souveränität und territorialen Integrität angesichts anhaltender Grenzspannungen mit Thailand. Während einer Live-Pressekonferenz skizzierte der Sprecher der königlichen Regierung, Pen Bona, eine fünf Punkte umfassende Strategie zur Lösung dieser Konflikte durch friedliche Diplomatie, wobei der Schutz der kambodschanischen Bürger Priorität hat.
Die erste Säule, „High-Level Commitment to Peace“, betont die Erklärung des Senatspräsidenten Hun Sen, dass Kambodscha seine Souveränität und Würde nicht gefährden wird, obwohl es sich an bestehende Waffenstillstandsabkommen, wie die vom Dezember und Oktober 2025, hält. Dies unterstreicht ein Gleichgewicht zwischen der Aufrechterhaltung des Friedens und dem Schutz nationaler Interessen.
Zweitens, „Right to Self-Defence and Diplomacy“, stellte Premierminister Hun Manet klar, dass die Entscheidung für einen Waffenstillstand nicht als Zeichen der Schwäche oder als Kompromiss der territorialen Integrität für Frieden missverstanden werden sollte. Er betonte Kambodschas Recht auf Selbstverteidigung und seine Absicht, Grenzfragen in strikter Übereinstimmung mit internationalen Verträgen und etablierten bilateralen Mechanismen zu lösen.
Die dritte Säule, „Legal Basis of Borders“, bekräftigt die unveränderliche Natur der Landgrenze. Das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und internationale Zusammenarbeit wiederholte, dass die Grenzlinien durch historische Karten der Konvention von 1904 und des Vertrags von 1907 zwischen Frankreich und Siam klar definiert sind. Diese rechtliche Grundlage unterstreicht den Grundsatz, dass internationale Grenzen nicht mit Gewalt geändert werden können.
„Technical and Historical Integrity“, die vierte Säule, sah die Staatssekretariat für Grenzangelegenheiten eine feste Haltung auf der Grundlage des Prinzips der Unantastbarkeit der Grenzen (Uti possidetis juris) bestätigen. Das Festhalten an den von den französisch-siamesischen Kommissionen festgelegten Abgrenzungen, unterstützt durch nicht verhandelbare historische Dokumente und Karten, festigt Kambodschas Position weiter.
Schließlich verweist „International Mediation and Agreements“ auf erfolgreiche diplomatische Bemühungen, darunter der Waffenstillstand von Putrajaya im Juli 2025, vermittelt von Malaysia unter Beteiligung der USA und Chinas, gefolgt von der Friedenserklärung von Kuala Lumpur und der jüngsten Gemeinsamen Erklärung des 3. Sonderausschusses für die allgemeine Grenze, die zum aktuellen Waffenstillstand führte.
Trotz dieser diplomatischen Bemühungen äußerte Vize-Premierminister Prak Sokhonn bei einem Treffen mit 55 Vertretern aus 33 ausländischen Missionen in Phnom Penh erhebliche Besorgnis über mutmaßliche Übergriffe thailändischer Streitkräfte in kambodschanisches Territorium in vier Provinzen: Banteay Meanchey, Pursat, Preah Vihear und Oddar Meanchey. Er bekräftigte Kambodschas volles Engagement für die UN- und ASEAN-Charta und forderte eine Lösung, die eine weitere Eskalation vermeidet. Der Sprecher der königlichen Regierung schloss mit einem Aufruf zur nationalen Einheit, wobei die „Solidarität des kambodschanischen Volkes“ das Rückgrat der Bemühungen der königlichen Regierung sei, ihre rechtliche Souveränität durch friedliche Verhandlungen und internationales Recht zu verteidigen.
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