BYD Cambodia, ein Konglomerat des größten chinesischen Elektroautoherstellers BYD, hat den Betrieb seines Fahrzeugmontagewerks in der Sonderwirtschaftszone Sihanoukville aufgenommen. Dies markiert einen bedeutenden Schritt für Kambodschas Wirtschaft und seine Position als attraktiver Investitionsstandort. Sun Chanthol, stellvertretender Premierminister und erster stellvertretender Vorsitzender des Rates für die Entwicklung Kambodschas (CDC), inspizierte die Produktionslinien und betonte die Wichtigkeit, die lokale Wertschöpfungskette zu stärken. Er forderte BYD auf, die Beschaffung von Rohmaterialien und Komponenten innerhalb Kambodschas zu prüfen, um lokale Unternehmen zu unterstützen, Importe zu reduzieren und den Technologietransfer sowie die Schaffung von Arbeitsplätzen zu fördern.
Die Grundsteinlegung für das 12 Hektar große Werk erfolgte im April 2025. Mit einer anfänglichen Investition von 32 Millionen US-Dollar ist das Werk darauf ausgelegt, jährlich über 10.000 Fahrzeuge zu montieren, darunter vollelektrische BYD-EVs und Hybridmodelle. Anfänglich werden die Komponenten aus dem Ausland importiert, jedoch mit dem Ziel, die lokale Beschaffung schrittweise zu erhöhen. Chanthol hob hervor, dass die Präsenz eines globalen Industriegiganten wie BYD ein klarer Beweis dafür sei, dass Kambodscha ein vielversprechendes, sicheres und hochprofitables Investitionsziel darstellt. Diese Entwicklung sendet ein starkes Signal an internationale Investoren über die umfassende Unterstützung der kambodschanischen Regierung für nachhaltige Investitionen.
BYD reiht sich damit in die Riege anderer globaler Automobilriesen wie Ford, Toyota und Hyundai ein, die bereits Montagewerke in Kambodscha betreiben. Ein Bericht des Ministeriums für öffentliche Arbeiten und Verkehr zeigt, dass in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 insgesamt 376.507 neue Fahrzeuge registriert wurden, davon 5.571 Elektrofahrzeuge, was den wachsenden Trend zu nachhaltigem Transport unterstreicht. Die kambodschanische Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 einen Anteil von 40 Prozent Elektroautos und Stadtbussen sowie 70 Prozent Elektromotorrädern zu erreichen, um Kohlenstoffemissionen signifikant zu reduzieren. Um dies zu fördern, werden Anreize für die Nutzung von EVs und Elektromotorrädern geschaffen, die als umweltfreundlich und kostensparend gelten.
Die beliebtesten EV-Marken im Land sind derzeit BYD, Toyota und Tesla. Der CDC plant, die gewonnenen Erfahrungen aus der Zusammenarbeit mit BYD als Modell zur Effizienzsteigerung der Investitionsdienstleistungen für zukünftige Unternehmen zu nutzen. Es wird weiterhin eng mit BYD zusammengearbeitet, um neue Investitionsmöglichkeiten zu erschließen, die die Produktivität sowohl für den Inlandsbedarf als auch für internationale Exportmärkte steigern sollen. Diese Expansion ist ein deutliches Zeichen für Kambodschas Ambitionen, sich als wichtiger Akteur in der regionalen und globalen Elektrofahrzeugindustrie zu etablieren.
Quelle: Chea Vanyuth, BYD Cambodia commences operations in S’ville, Khmer Times, December 22, 2025.
Link zum Artikel
