Ein tragischer Busunfall ereignete sich in den frühen Morgenstunden des 20. November 2025 im Distrikt Suntuk der Provinz Kampong Thom, Kambodscha. Ein Nachtbus der Virak Rithy Transport Company, ein Modell namens „Kia Grand Bird“, war auf dem Weg von Oddar Meanchey über Siem Reap nach Phnom Penh. Er war mit insgesamt 37 Passagieren besetzt, hauptsächlich männlichen Bauarbeitern, die ihre Arbeitsstätten in der Hauptstadt erreichen wollten. Gegen 3:20 Uhr morgens prallte der Bus an der O’ Prasat Brücke gegen einen Brückenkopf, überschlug sich und stürzte anschliessend in einen Fluss.
Bei diesem verheerenden Unglück kamen 13 Menschen ums Leben, darunter acht Frauen. Zusätzlich wurden 24 weitere Personen verletzt, einschliesslich des 19-jährigen Fahrers Chy Sovoanmony, der aus dem Distrikt Tram Kak in der Provinz Takeo stammt. Laut Polizeiangaben von Oberst Prum Chanthol, dem Verkehrsinspektor der Provinz Kampong Thom, deuteten die Ermittlungen darauf hin, dass der Fahrer aufgrund von Schläfrigkeit, Ablenkung und Unvorsichtigkeit die Kontrolle über das Fahrzeug verloren hatte. Die im Schlaf befindlichen Passagiere wurden in dem schnell sinkenden Bus eingeschlossen.
Die Rettungskräfte waren schnell vor Ort, um die 24 Verletzten zu bergen und in ein Provinzkrankenhaus zu bringen. Die Leichen der 13 Todesopfer wurden identifiziert und zur Beerdigung an ihre Familien übergeben, welche von der Bezirkspolizei kontaktiert wurden, um Unterstützung zu leisten.
Soum Pisey von der Virak Rithy Transport Company drückte den Familien der Opfer sein tiefstes Beileid aus und sprach Gebete für die Seelen der Verstorbenen. Als Geste der Unterstützung stellte das Unternehmen zudem eine Million Riel (etwa 250 US-Dollar) zur Deckung der Bestattungskosten für eines der Todesopfer zur Verfügung, um die Hinterbliebenen in ihrer schwierigen Zeit zu entlasten.
Phan Rim, Staatssekretär und Sprecher des Ministeriums für öffentliche Arbeiten und Verkehr, nutzte die Gelegenheit, um erneut die Bedeutung der Verkehrssicherheitsaufklärung hervorzuheben. Er wies darauf hin, dass die überwiegende Mehrheit der nächtlichen Verkehrsunfälle auf menschliche Faktoren wie die Ermüdung und Schläfrigkeit der Fahrer zurückzuführen sei. Ein aktueller Bericht des Nationalen Verkehrssicherheitsausschusses (NRSC) für die erste Hälfte des Jahres 2025 untermauert diese Aussage mit alarmierenden Zahlen: Landesweit ereigneten sich 1.066 Verkehrsunfälle, die fast 700 Todesopfer und über 1.000 Verletzte forderten. Die Hauptursachen für diese Unfälle wurden als überhöhte Geschwindigkeit (50%), Missachtung der Rechte anderer Verkehrsteilnehmer (21%), Fahren in falscher Richtung (11%), Fahren unter gefährlichen Bedingungen (7%), Trunkenheit am Steuer (5%) und schläfriges Fahren (1%) identifiziert.
Quelle: Buth Reaksmey Kongkea, Bus crash claims 13 lives in Kampong Thom, Khmer Times, November 20, 2025.
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