Die kambodschanischen Behörden haben eindringlich vor den zunehmenden Risiken gewarnt, die die aktuelle Trockenzeit mit sich bringt. Zu den größten Bedenken zählen eine akute Wasserknappheit, das erhöhte Risiko von Waldbränden und eine potenzielle Verschlechterung der Luftqualität durch Rauch. Aktuelle Beobachtungen zeigen bereits sinkende Wasserstände und erste Anzeichen von Rauchverschmutzung in der Luft. Es wird erwartet, dass sich diese Situation in den kommenden Wochen noch verschärfen wird, da Kambodscha dem Höhepunkt der Trockenperiode, die typischerweise von November bis April dauert, entgegengeht. Diese Entwicklungen stellen erhebliche und weitreichende Herausforderungen für die Landwirtschaft des Landes, die öffentliche Gesundheit der Bevölkerung und die Lebensgrundlagen der lokalen Gemeinschaften dar.
Kambodscha, das ein tropisches Klima mit zwei Hauptjahreszeiten aufweist – der Trockenzeit und der Regenzeit von Mai bis Oktober – erlebt diese Muster jährlich. Die Behörden in mehreren Provinzen haben bereits detaillierte Warnhinweise herausgegeben, in denen sie die Bewohner dringend auffordern, Wasser zu sparen. Dies gilt insbesondere für Regionen, die traditionell anfällig für Engpässe sind, wie die Provinzen Kampong Chhnang und Pursat. Diese Maßnahmen spiegeln die Erfahrungen aus früheren Jahren wider, in denen ähnliche Herausforderungen bewältigt werden mussten.
Im Anschluss an die Regenzeit hatte das Ministerium für Wasserressourcen und Meteorologie eine landesweite Empfehlung ausgesprochen, Wasserressourcen äußerst sorgfältig zu nutzen und alle verfügbaren Wasserquellen zu schützen. Gleichzeitig wurde der Bevölkerung geraten, wachsam gegenüber abrupten Wetter- und Klimaänderungen zu bleiben, um sich proaktiv auf mögliche Auswirkungen vorzubereiten. Eine konkrete Maßnahme war die Aufforderung der Kandieng-Distriktverwaltung in der Provinz Pursat an die Bauern, ihren Wasserverbrauch während der Trockenzeit 2025–2026 zu optimieren. Die Verwaltung forderte insbesondere die Bauern, die Trockenfrüchte anbauen, auf, zwischen Dezember und Februar nach der Ernte keinen zweiten Zyklus des Trockenreis-Anbaus mehr zu betreiben.
Die eindringliche Warnung der Distriktverwaltung betonte, dass eine Fortsetzung des zweiten Anbauzyklus von Trockenreis zu einem gravierenden Wassermangel führen könnte. Dies würde nicht nur die notwendige Bewässerung für die Feldfrüchte gefährden, sondern auch die grundlegende Wasserversorgung für Viehbestände und den täglichen Haushaltsgebrauch der Gemeinden ernsthaft beeinträchtigen. Über die direkte Wasserknappheit hinaus haben Beamte hervorgehoben, dass die Trockenzeit auch eine erhöhte Gefahr von Waldbränden und einer signifikanten Zunahme der Luftverschmutzung mit sich bringt, die die Atemwege der Menschen belasten kann.
Khvay Atitya, Sprecher des Umweltministeriums, erläuterte, dass die Trockenzeit in Kambodscha durch heiße, extrem trockene und oft windige Bedingungen charakterisiert ist. Diese Umweltfaktoren tragen maßgeblich zur Erhöhung des Risikos von Waldbränden bei. Als Hauptursachen für diese Brände wurden verschiedene menschliche Aktivitäten identifiziert: Brandrodung für die Landwirtschaft, Wanderfeldbau, die illegale Rodung von Wäldern (Waldraub), Landraub, Jagdpraktiken und insbesondere das Versäumnis, offene Feuer vollständig zu löschen. Die Regierung unterstreicht daher die Notwendigkeit präventiver Maßnahmen und der Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung, um die Umwelt zu schützen und die Sicherheit und Gesundheit der Bürger während dieser kritischen Jahreszeit zu gewährleisten.
Quelle: Som Sotheary, Authorities warn of risks during dry season, Khmer Times, January 2, 2026.
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