Kambodschas Bestrebungen zur Modernisierung seiner Wasserversorgung erhalten durch die französische Entwicklungsagentur (AFD) und Team Europe erhebliche technische und finanzielle Unterstützung. Eine hochrangige Sitzung zwischen Minister Hem Vanndy (MISTI) und einer AFD-Delegation, angeführt von Jean-Pierre Marcelli, bekräftigte die langfristige Zusammenarbeit. Die Gespräche konzentrierten sich auf die Stärkung öffentlicher Versorgungsbetriebe, die Unterstützung privater Wasserversorger (PWOs), die Erweiterung der Versorgungsabdeckung und die Anziehung von Investitionen in die Wasserinfrastruktur landesweit.
Minister Vanndy betonte die Bewertung der PWOs und die Erforschung innovativer Finanzierungsmechanismen. Er bat um zusätzliche Unterstützung der AFD, insbesondere über Proparco, zur Verbesserung der Dienstleistungen, Sicherstellung der Wasserqualität und Ausweitung des Zugangs zu unterversorgten Gemeinden. Marcelli lobte die dreissigjährige Partnerschaft Kambodschas mit AFD und EU und bezeichnete den kambodschanischen Wassersektor, speziell in Phnom Penh, als eine "globale Erfolgsgeschichte". Pläne für eine Initiative im Rahmen des "Livable City Project" in Siem Reap zur Verbesserung der städtischen Wasserwirtschaft wurden ebenfalls genannt.
Sandrine Boucher, AFD-Länderdirektorin, bekräftigte das Engagement von Team Europe durch den EU Global Gateway, einschliesslich einer mehrstufigen Rahmenvereinbarung und der Zusammenarbeit zur Einrichtung einer modernen Wasserregulierungsbehörde in Kambodscha basierend auf internationalen Best Practices. Diese Partnerschaft soll Kambodscha helfen, das Ziel sicheren, zuverlässigen und erschwinglichen Wassers für alle Bürger zu erreichen, die Entwicklung zu stärken und ein Modell für nachhaltige Wasserpolitik in der Region zu schaffen.
Das MISTI veranstaltete auch ein hochrangiges Rundtischgespräch mit Entwicklungspartnern, um die Zukunft des Trinkwassersektors zu gestalten. Diskussionen fokussierten auf Regulierungsreformen, digitale Werkzeuge, Zugang zu Finanzmitteln und die Ausweitung sicherer Wasserversorgungsdienste. Minister Vanndy unterstrich die Notwendigkeit koordinierter Massnahmen zur Verbesserung der Servicequalität und zur Gewährleistung von sicherem und nachhaltigem Wasser für alle Kambodschaner, was eine grundlegende Basis für öffentliche Gesundheit und sozioökonomische Entwicklung darstellt.
Trotz Fortschritten bleiben Herausforderungen wie Infrastrukturlücken, Finanzierungsengpässe und technische Kapazitäten bestehen. Vanndy forderte verstärkte Zusammenarbeit und innovative Lösungen. Die Bewertung der privaten Wasserversorger, Investitionsprogramme internationaler Partner (ADB, JICA, World Bank) sowie die Einrichtung einer speziellen Trinkwasserregulierungsbehörde und eines Clean Water Development Fund wurden besprochen. Die Teilnehmer einigten sich auf einen gemeinsamen Fahrplan, um universellen Zugang zu sauberem Wasser in Kambodscha zu erreichen.
Quelle: Sum Manet, AFD, EU support help modernise Cambodia’s water-supply, Khmer Times, December 16, 2025.
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