32 Südkoreaner wegen Online-Betrugs in Phnom Penh verhaftet

32 Südkoreaner wegen Online-Betrugs in Phnom Penh verhaftet

In einer bedeutenden Operation gegen Online-Betrug hat die kambodschanische Nationalpolizei am 5. Januar 2026 insgesamt 32 südkoreanische Staatsbürger festgenommen. Diese Festnahmen erfolgten im Rahmen einer Reihe von Anti-Betrugs-Razzien, die in vier verschiedenen Liegenschaften im Bezirk Chbar Ampov, insbesondere in Borey Peng Huot und Boeung Snor, in der Hauptstadt Phnom Penh durchgeführt wurden. Die Aktion markiert einen wichtigen Schritt in den Bemühungen der Behörden, gegen die zunehmende Bedrohung durch internationale Online-Betrugsnetzwerke vorzugehen, die oft von kambodschanischem Boden aus operieren und Opfer in ihren Heimatländern ins Visier nehmen.

Die weitreichende Operation wurde mit Genehmigung und unter der Aufsicht von General Sar Thet, dem General-Kommissar der Nationalpolizei, durchgeführt. Eine enge Zusammenarbeit bestand mit dem Verwaltungskommando des Bezirks Chbar Ampov, was die Effizienz und Koordination der Razzien gewährleistete. Die rechtliche Grundlage und die prozedurale Koordination wurden von Herrn Muth Dara, dem stellvertretenden Staatsanwalt des Stadtgerichts Phnom Penh, sichergestellt, was die Seriosität und Rechtskonformität der gesamten Aktion unterstreicht. Solche koordinierten Einsätze sind entscheidend, um die komplexen Strukturen internationaler Kriminalität zu zerschlagen.

Bei den Durchsuchungen der vier betroffenen Standorte sicherten die Ermittler umfangreiches Beweismaterial. Dazu gehörten mehrere Desktop-Computer und zahlreiche Mobiltelefone, die vermutlich für die Durchführung der betrügerischen Aktivitäten verwendet wurden. Diese Geräte sind oft zentrale Elemente in Online-Betrugsfällen, da sie für die Kommunikation mit den Opfern, das Versenden gefälschter Dokumente und die Abwicklung finanzieller Transaktionen genutzt werden. Die Sicherstellung dieser digitalen Beweismittel ist entscheidend für die weitere Aufklärung der Fälle und die Verfolgung der Täter.

Die Untersuchung ergab, dass die Verdächtigen eine ausgeklügelte Betrugsmasche anwandten: Sie gaben sich als südkoreanische Polizeibeamte und Staatsanwälte aus. Durch diese Taktik der Identitätsfälschung versuchten sie, südkoreanische Opfer systematisch zu erpressen und ihnen Geld abzuluchsen. Diese Form des "Phishing" oder "Vishing" (Voice-Phishing) nutzt die Autorität und das Vertrauen, das Bürger in ihre Strafverfolgungsbehörden setzen, aus, um Angst zu schüren und die Opfer zur Überweisung von Geldern zu bewegen. Die Opfer werden unter dem Vorwand, in kriminelle Machenschaften verwickelt zu sein oder ausstehende Strafen zahlen zu müssen, kontaktiert und unter Druck gesetzt.

Derzeit befinden sich die festgenommenen 32 Südkoreaner in der Zentrale der Nationalpolizei, wo sie weiteren Verhören unterzogen und die notwendigen Verfahrensschritte gemäß den geltenden Gesetzen eingeleitet werden. Die kambodschanischen Behörden arbeiten in solchen Fällen oft eng mit den Strafverfolgungsbehörden der Herkunftsländer der Opfer und Täter zusammen, um eine umfassende Aufklärung und juristische Aufarbeitung zu gewährleisten. Diese Verhaftungen senden ein klares Signal an kriminelle Banden, dass Kambodscha kein sicherer Hafen für illegale Online-Aktivitäten ist und die Regierung entschlossen ist, gegen solche Formen der Kriminalität vorzugehen.

Quelle: Khmer Times, 32 South Koreans arrested in series of anti-scam raids, Khmer Times, Datum nicht angegeben.
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